Die Next Gen-Revolution findet nicht statt!

Ja, ich gebe es zu: Ich war einer der Ersten. Ich war einer derjenigen, der 500 Euro in die Xbox One investiert hat – pünktlich geliefert am Erstverkaufstag durch den Online-Riesen Amazon.
Ja, ich habe mich durch den Hype anstecken lassen, wollte die „Next Gen Revolution“ von Beginn an hautnah miterleben, mitreden können, „hip“ sein.
Knapp zwei Wochen später ist die Euphorie abgeklungen, wurde der Traum von der Realität eingeholt. Das Geld ist weg, dafür steht eine der hässlichsten Spielkonsolen aller Zeiten in meinem Wohnzimmer. Brotkasten, Schuhkarton, Black Box – das sind noch die nettesten Namen, die man dem neuen Flaggschiff von Microsoft gegeben hat.
Fest steht auch: Die Next Gen-Revolution findet nicht statt; zumindest noch nicht. Könnte man über das rein Äußerliche noch hinwegsehen, ist leider auch das, was die teure Daddelkiste technisch bietet, eher bescheiden. Spiele wie „Forza 5“ wurden offenbar nicht rechtzeitig vor dem Startdatum fertig. Also hat man dem Spieler das vorgeworfen, was bis dahin vorhanden war, und das war nicht viel. Besagtes Autorennen ist somit eher zur Technik-Demo verkommen (zum Vollpreis versteht sich). 14 größtenteils längst bekannte und grafisch unspektakuläre Strecken, keine Wettereffekte, keine Nachtrennen, eine schmale Auswahl an Fahrzeugen und ein Karrieremodus, der nach ein paar Stunden bestenfalls noch als Einschlafhilfe taugt. Dafür soll der Spieler in den kommenden Monaten die fehlenden Komponenten des Programms nach und nach per Download zukaufen und somit doppelt bezahlen.
Die Erfahrung der Vergangenheit hat gezeigt, dass die duldsame Fangemeide den digitalen Nepp brav mitmacht; insofern wäre ein Vorwurf an Hersteller und Entwickler ungerecht. Die Nachfrage bestimmt nun einmal das Angebot, und die breite Masse der Gamer ist offenbar liberal genug, um nicht nur für halbfertige Produkte zu zahlen, sondern zudem auch noch als unbezahlte Betatester zu arbeiten. Das muss der feuchte Traum jedes Erzkapitalisten sein: Der Kunde stellt das Produkt nicht nur her, sondern trägt auch noch die Kosten und übernimmt die Qualitätskontrolle.
In den meisten Spielezeitschriften und professionellen Online-Auftritten ist die Begeisterung dagegen groß. Das wundert schon allein deshalb nicht, weil dort seit Jahren jeder mittelprächtige Blockbuster Höchstnoten einstreicht. Schließlich darf man die Werbekunden nicht vergnatzen, die mit ihren Anzeigen das zum Beruf gemachte Hobby finanzieren und die genehmen Redakteure zu edlen Marketing-Events laden. Kritische Töne sucht man deshalb naturgemäß vergeblich.
Letztlich ist es völlig gleichgültig, wie viel Möglichkeiten in den Next Gen-Konsolen schlummern, wenn die Spiele nicht in der Lage sind, diese zu wecken. Was ich bislang gesehen habe, ist ernüchternd bis enttäuschend. Mein „Forza 5“ habe ich bei Ebay immerhin noch mit minimalem Verlust losbekommen. Die Xbox One steht erst einmal weiterhin in meinem Wohnzimmer und mahnt mich jeden Tag mit ihrer stummen Botschaft:
Man muss nicht immer der Erste sein!
Ich habe meine Lektion gelernt. Bis auf weiteres spiele ich wieder mit meiner Xbox 360 und meiner PS3.

Freitag, der 13.

Ich bin nicht abergläubisch. Ich gehe ohne Zögern unter Leitern hindurch, führe keinerlei Glücksbringer mit mir, und bekreuzige mich auch nicht, wenn vor mir eine schwarze Katze die Straße überquert.
Insofern ist der Umstand, dass mein zweiter Beitrag zu PERRY RHODAN NEO an einem Freitag, den 13., mehr noch, nämlich am 13. September 2013 in die Läden kommt, wenig mehr als eine amüsante Randnotiz.
Nach Band 44 durfte ich mich nun an Band 52 versuchen. Die Handlung stellt Perry Rhodan höchstpersönlich in den Mittelpunkt. Er muss seinen Weg durch Feindgebiet zum rettenden Raumhafen suchen. Daneben beschäftige ich mich erneut mit der »Hand des Regenten«, Rhodans direktem Widersacher, der mir schon im letzten Roman ans Herz gewachsen ist. Um ehrlich zu sein, haben mich die Bösen schon immer mehr fasziniert als die Guten – schriftstellerisch versteht sich.
Übrigens: Wer sich am kommenden Freitag nicht aus dem Haus traut (von wegen 13 und so), der kann sich PERRY RHODAN NEO 52 auch bequem als E-Book oder Hörbuch im Internet herunterladen. Und damit beende ich diesen Eintrag mit einem ganz speziellen Gruß an alle Abergläubischen: Haltet durch – nach 24 Stunden ist alles überstanden!

Wahlrecht ist Wahlpflicht!

In den 1970er und 1980er Jahren lag die Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen noch deutlich über achtzig Prozent. 2002 sank der Wert auf 79, 2005 auf 78, 2009 schließlich auf nur noch 71 Prozent. Das heißt, dass beinahe ein Drittel aller wahlberechtigten Deutschen nicht mehr wählen gehen. Bei Landtags- und Kommunalwahlen ist die Beteiligung noch einmal deutlich schwächer, liegt oft gerade noch bei 50 Prozent. Bei der letzten Europawahl gingen sogar nur 43 Prozent der deutschen Bürger an die Urne. Würden sich all diese Nichtwähler in einer eigenen Partei organisieren, hätten sie in vielen Parlamenten die politische Mehrheit. Lies weiter!

Marianne Sydow verstorben!

Wie erst in diesen Tagen bekannt wurde, verstarb am 02. Juni nach kurzer, schwerer Krankheit, die Schriftstellerin, Künstlerin und Fotografin Marianne Ehrig im Alter von 68 Jahren – PERRY RHODAN-Lesern besser bekannt als Marianne Sydow.
Als erste Frau im Team der Serie – ihr Einstiegsroman erschien im November 1976 – hatte sie es nicht ganz leicht, war die Science Fiction damals doch fast ausschließlich von Männern geprägt. Doch sie kämpfte gegen Ressentiments und Vorurteile an und schrieb insgesamt 61 Hefte für die »größte SF-Serie«, bevor sie 1992 nach Differenzen mit dem damaligen Verlagslektor ausstieg.
Persönlich habe ich Marianne leider nur zweimal getroffen, dafür haben wir ab und an per Brief, später dann per E-Mail in Kontakt gestanden. Vor wenigen Wochen erst, durfte ich einen ihrer ATLAN-Romane für die Taschenheft-Serie »ATLAN – Das absolute Abenteuer« redigieren.
Als Fan habe ich Mariannes Romane immer als Höhepunkte empfunden; ihr Anspruch an die eigenen Texte war hoch, und das merkte man den fertigen Produkten meiner Meinung nach auch an. Der Streit über das ihrer Meinung nach zu rigorose Lektorat ihrer PR-Romane, der letztlich zu ihrem Ausstieg bei PERRY RHODAN führte, war ebenso unschön wie bedauerlich. Die Verlierer waren die Leser.
Nun ist Marianne Sydow tot. Sie hinterlässt einen Sohn und ein umfangreiches schriftstellerisches Gesamtwerk, das auch außerhalb der PR-Fanszene Beachtung gefunden hat.
Ein sehr persönlicher (von Marianne selbst verfasster) Abriss über ihr Leben findet sich auf der Homepage ihres Projekts »Villa Galactica« (www.villa-galactica.de).

PS4 oder X-Box One?

Es ist beileibe keine Glaubensfrage mehr, ob man sich als Videospieler eine X-Box (Microsoft) oder eine PlayStation (Sony) ins Wohnzimmer stellt. Die meisten Spiele erscheinen inzwischen für beide Konsolen; Exklusivtitel gibt es immer weniger, da sich die immensen Entwicklungskosten für die Blockbuster-Games sonst nicht rechnen.

Ich bin der PlayStation von Beginn an treu gewesen, habe mir 1995 das erste Gerät gekauft, bin 2002 auf den Nachfolger umgestiegen und seit 2007 Besitzer der PS3. Zum Spielen selbst komme ich zwar nicht oft, aber ein paar Stunden pro Woche für mein Lieblings-Genre – das Autorennen – zweige ich schon irgendwie ab. Die X-Box 360 habe ich mir sogar in der Hauptsache aufgrund der genialen Racing-Serie »Forza« geholt. Hinzu kommt, dass die recht klobigen Game-Pads der Microsoft-Konsole für meine doch eher großen Pranken besser geeignet sind, als die zierlichen PS3-Controller.

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PR NEO 44 ist erschienen!

Dass ich meine eigene Homepage eher stiefmütterlich, oder, um es geschlechtergerecht zu formulieren, rabenväterlich behandle, ist den regelmäßigen Besuchern längst bekannt. Da beneide ich Autorenkollegen wie z. B. Michael Marcus Thurner, die immer wieder mit tollen Updates und interessanten Aktionen auf ihrer Internetpräsenz glänzen. Wer sich selbst überzeugen will, der kann das unter www.mmthurner.at jederzeit tun.
Für die kommende Zeit habe ich mir deshalb vorgenommen, mich wesentlich häufiger zu melden (und sei es nur mit ein paar kurzen Absätzen), zumal ich meine sonstigen »Fan«-Aktivitäten in den letzten Monaten massiv zurückgefahren habe und weiter zurückfahren werde.
Heute möchte ich nur kurz Bescheid geben, dass mein erster PERRY RHODAN NEO erschienen ist. Er trägt die Nummer 44 und hat Perry Rhodan und die Arkoniden Atlan und Crest in der Rolle der Protagonisten.
Wer PR NEO (oder PERRY RHODAN allgemein) noch nicht kennt, sollte sich das ruhig mal ansehen. Ich finde es immer noch total abgedreht, dass ich mit zehn Jahren mein erstes Heft gelesen habe und jetzt selbst für die Serie schreibe. Im Moment sitze ich übrigens schon am zweiten Streich, den ich in gut vier Wochen abgeben muss. Dann geht es um ein Solo-Abenteuer von Perry persönlich – und in der Nebenhandlung wird es prickelnd erotisch …

Bedingt beunruhigt!

Nachfolgenden Brief schrieb ich nach einer sehr anstrengenden Bahnfahrt am 20. Mai 2012 von Hannover nach Leverkusen an Rüdiger Grube, den Chef der Deutschen Bahn AG.

Sehr geehrter Herr Grube,

ich schreibe Ihnen diesen Brief als einer jener Fahrgäste, die am 20. Mai dieses Jahres den ICE 652 ab 10:31 Uhr von Hannover nach Wuppertal benutzt haben und die in der Folge gut vier Stunden in besagtem Zug festsaßen, als dieser wegen einer defekten Oberleitung wenige Kilometer außerhalb des Hannoveraner Hauptbahnhofs stoppen musste.

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Schweigen ist Silber …

Ab und an werde ich von Freunden, Lesern und Besuchern meiner Homepage darauf hingewiesen, dass sich die Anzahl und die Frequenz neuer Einträge auf ruedigerschaefer.de doch ziemlich in Grenzen halte. Seitdem die Seite im März 2011 online ging, sind (vorliegenden Text eingeschlossen) gerade einmal neun Beiträge erschienen. Liegt das daran, dass ich zu wenig Zeit habe? Nein! Ist der Grund für meinen scheinbaren Mangel an Mitteilungsfreude der, dass ich meinen persönlichen Internet-Auftritt für zweitrangig oder unnötig erachte? Ganz bestimmt nicht! Gibt es nicht genug Projekte und Themen, über die ich mich auslassen könnte? Wieder falsch!

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Update!

Warum ist dieser Begriff von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) eigentlich noch nie zum Wort des Jahres gekürt worden? Oder zum Unwort? Verdient hätte er es allemal, denn er beherrscht inzwischen unser Leben.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem mir mein PC nicht mitteilt, dass ein Programm, ein Tool, ein Browser, ein Media-Player, das Betriebssystem oder irgend eine andere Komponente seines virtuellen Mikrokosmos veraltet ist und dringend durch eine aktuelle Version ersetzt werden müsse. Lies weiter!